Das wars! Die Trauben sind geerntet! Jetzt kommt die ruhigere Zeit im Weinberg. Zumindest für uns Winzer.
Der Rebstock bereitet sich nun auf den Winter vor. Er zieht die Energie aus den Blättern und Trieben und verlagert diese
in Form von Stärke in den Stamm- und Wurzelbereich. Gut zu erkennen am Verfärben der Blätter und dem Verholzen der Triebe.

In dieser Zeit wird der Grundstein für die nächste Saison gelegt.
Nur die Rebstöcke, die genug Reservestoffe einlagern konnten, werden im kommenden Jahr auch wieder unverschämt gute Trauben hervorbringen.
Aus diesem Grund führe ich den in ein paar Monaten folgenden Rebschnitt selektiv für jeden einzelnen Rebstock durch.
Die stark wüchsigen Stöcke dürfen im kommenden Jahr mehr Frucht hervorbringen, schwache Stöcke hingegen
werden kürzer angeschnitten, sodass weniger Trauben ausgebildet werden. So kann sich ein gesundes Gleichgewicht einstellen.
Übrigens: Wusstest Du, dass die Rebe Ihren Ertrag zu einem gewissen Masse selbst reguliert? Hat sie sich in diesem Jahr übernommen,
reduziert sie für das kommende Jahr die Anzahl und Größe der Gescheine und bringt somit weniger Ertrag.

